Arbeitssicherheit:

Am Anfang einer arbeitssicherheitstechnischen Betreuungstätigkeit erfolgt in der Regel eine Begehung aller wesentlichen zur Firma gehören Bereiche, mit dem Ziel die Gegebenheiten der Firma und deren Probleme zu erfassen.

Im Anschluss daran wird ein durch den Sicherheitsingenieur vorgeschlagenes Arbeitsprogramm, das auf die betrieblichen Erfordernisse speziell zugeschnitten ist und mit den Verantwortlichen, dem Arbeitsmediziner und ggf. BR/PR abgestimmt ist, entworfen.

Leistungen für den Unternehmer auf der Grundlage des § 6 AsiG (Sicherheitsfachkraft)

Beratung des AG und der sonst für den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung verantwortlichen Personen, insbesondere bei:

- der Planung, Ausführung und Unterhaltung von Betriebsanlagen und von sozialen und sanitären Einrichtungen,

- der Beschaffung von technischen Arbeitsmitteln und der Einführung von Arbeitsverfahren und Arbeitsstoffen,

- der Auswahl und Erprobung von Körperschutzmitteln,

- der Gestaltung der Arbeitsplätze, des Arbeitsablaufs, der Arbeitsumgebung und in sonstigen Fragen der Ergonomie.

Überprüfen der Betriebsanlagen und technischen Arbeitsmittel insbesondere vor der Inbetriebnahme und Arbeitsverfahren vor ihrer Einführung.

Beobachten der Durchführung des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung, insbesondere durch:

- regelmäßiges Begehen der Arbeitsstätten, festgestellte Mängel den für die Durchführung des Arbeitsschutzes verantwortlichen Personen mitzuteilen und praxisnahe Vorschläge zur Mängelbehebung unterbreiten,

- auf die Benutzung der Körperschutzmittel achten,

- Arbeitsunfälle erfassen, Untersuchungsergebnisse auswerten und dem AG geeignete Maßnahmen zur Verhütung dieser Arbeitsunfälle vorschlagen.

Weitere Leistungen für den Unternehmer

Mitwirkung bei der Einberufung und Durchführung von Arbeitsschutzausschußsitzungen gemäß § 11 ASiG,

Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt, Betriebsrat/Personalrat (§ 9 ASiG/AV ASiG), Berufsgenossenschaft und anderen amtlichen Stellen, die sich mit Arbeitssicherheit und Unfallverhütung befassen,

Erstellen von Flucht- und Rettungswegplänen gemäß § 3 Abs.1 ArbStättV und Alarmplänen gemäß § 22, 23 BGV A1 (nach gesonderter Auftragserteilung),

Mitwirkung an der regelmäßigen Unterweisung der Mitarbeiter gemäß § 4 BGV A1, einschließlich vorbeugendem Brandschutz.

Die genau definierten Mindestvorgaben zu den Einsatzzeiten und Aufgaben befinden sich in der Unfallverhütungsvorschrift BGV A 2 der zuständigen Berufsgenossenschaft. Unternehmer, die keine eigenen Fachkräfte für Arbeitssicherheit oder Betriebsärzte bestellt haben, müssten externe Kräfte beauftragen.

Mittlerweile fallen fast alle Unternehmen (bereits ab 1 Beschäftigten) unter die gesetzliche Pflicht zur Bestellung der Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte!